XML ist groß, unübersichtlich, arbeitsaufwändig und unflexibel. Die Werkzeuge zum Bearbeiten großer XML-Dateien sind teuer, langsam und ressourcenintensiv. Vor vielen Jahren (so Mitte der 90er) war ich mal Betatester für Microsofts “SGML-Author” – eine Extension zu Word 6.0. Ich habe damals viel gelernt und wieder vergessen, nicht aber die endlosen Bugreports. Ich kann verstehen, wenn es nicht wenige gibt, die sagen: so ein Mist.
Fakt ist jedoch, im Gesundheitswesen ist XML nicht mehr wegzudenken. Die Datenlieferungen der KBV basieren darauf, HL7 ist ein spezieller “Dialekt” von XML und es ist das wohl einzige wirklich plattformunabhängige Datenformat.
Wenn man mal begriffen hat, dass XML nicht die Arbeitsebene repräsentiert, sondern nur der Distribution von Daten dient, dann kann man sich damit auseinandersetzen und stellt dann sehr schnell fest, es ist ein ausgezeichnetes Mittel um komplexe Sachverhalte darzustellen. Dies gilt besonders für attributierte Elemente.
Man kann damit elegant unterschiedliche Bedingungen darstellen, die Relevanz durch Attribute gewichten oder ganze Listen gleichartiger Elemente zuordnen.
Sehr schön veranschaulicht dies das soeben von der KBV vorgestellten ICD-10-Projekt im XML-Format:
und hier der Knoten “diagnose_optionale_elemte_liste” expandiert:
Das ist schon recht elegant, wie sich diese komplexen Strukturen darstellen lassen.



